Planungshinweise

Um das bestmögli­che Bau­scha­dens­frei­heits­po­ten­zi­al von pro cli­ma IN­TE­SA­NA aus­zuschöpfen, be­ach­ten Sie bei der Pla­nung und Rea­li­sie­rung der Dampf­brems- und Luft­dich­tungs­ebe­ne bit­te fol­gen­de Punk­te.

 

2 Monate Freibewitterung

Die pro cli­ma IN­TE­SA­NA kann zum Schutz der Kon­struk­ti­on bis zu 2 Mo­na­te frei be­wit­tert wer­den. Bei der Frei­be­wit­te­rung be­trägt die Min­dest­dach­nei­gung 10°.
Bit­te be­ach­ten Sie, dass die IN­TE­SA­NA kei­ne Ab­dich­tung im Sin­ne ei­nes Not­da­ches dar­stellt.
Feuch­tig­keit kann durch Tacker­klam­mern oder durch sons­ti­ge Per­fo­ra­tio­nen (Nägel, Schrau­ben usw.) ein­drin­gen. Bei be­wohn­ten bzw. be­son­ders schützens­wer­ten Kon­struk­tio­nen ist zusätz­li­ches Ab­pla­nen emp­feh­lens­wert.

 

Faserförmige Dämmstoffe verwenden

Das ho­he Bau­scha­dens­frei­heits­po­ten­zi­al von feuch­te­va­ria­blen Dampf­brem­sen wird op­ti­mal mit dif­fu­si­ons­of­fe­nen, fa­serförmi­gen Wärme­dämm­stof­fen er­reicht, da für die Aus­trock­nung im som­mer­li­chen Kli­ma die Feuch­tig­keit zur Dampf­brem­se hin wan­dern können muss. Ide­al sind fa­serförmi­ge Wärmedämm­stof­fe wie Zel­lu­lo­se, Flachs, Hanf, Holz­fa­ser, Stein- oder Mi­ne­ral­wol­le etc.. 

 

Einsatz auch bei außen diffusionsdichten Konstruktionen möglich

pro cli­ma IN­TE­SA­NA kann zu­sam­men mit al­len gängi­gen Un­ter­spann­bah­nen, Un­ter­de­ckun­gen und Un­terdächern ein­ge­setzt wer­den, un­abhängig von de­ren Dif­fu­si­ons­wi­der­stand.
Im Ein­zel­fall müssen Kon­struk­tio­nen hin­sicht­lich des Feuch­te­schut­zes den An­for­de­run­gen der Nach­weis­frei­heit der je­wei­li­gen Norm ent­spre­chen oder mit ei­nem ge­eig­ne­ten Be­rech­nungs­ver­fah­ren (z. B. Ver­fah­ren nach Gla­ser oder in­sta­ti­onäre Be­rech­nungs­ver­fah­ren) be­mes­sen wer­den. 

 

Diffusionsoffene Innenbekleidungen verwenden

Um das vol­le Bau­scha­dens­frei­heits­po­ten­zi­al von feuch­te­va­ria­blen Dampf­brem­sen aus­zuschöpfen, soll­ten sich raum­sei­tig der Dampf­brem­se dif­fu­si­ons­of­fe­ne Be­klei­dun­gen, z. B. Pro­fil­brett­scha­lun­gen, be­fin­den.
Dif­fu­si­ons­hem­men­de Schich­ten wie z. B. OSB- oder Holz­mehr­schicht­plat­ten be­hin­dern die som­mer­li­che Rück­trock­nung.  

 

Erhöhte Raumluftfeuchtigkeit

Der dy­na­mi­sche Dif­fu­si­ons­wi­der­stand der IN­TE­SA­NA wur­de so ein­ge­stellt, dass auch bei höher­en, zeit­lich be­grenz­ten Raum­luft­feuch­tig­kei­ten ei­ne si­che­re, dampf­brem­sen­de Wir­kung ge­ge­ben ist. Die­se können z. B. in Neu­bau­ten bau­be­dingt oder durch kurz­fris­tig erhöhte rel. Luft­feuch­tig­kei­ten in Bädern oder Küchen ent­ste­hen.
Un­abhängig von der Art der ver­wen­de­ten Dampf­brem­se ist grundsätz­lich bau­be­ding­te Feuch­tig­keit zügig durch Fens­terlüftung aus dem Bau­werk ab­zuführen da­mit sich ei­ne nor­ma­le Feuch­te­last ein­stel­len kann. Im Win­ter können Bau­trock­ner die Trock­nung be­schleu­ni­gen. Da­durch wer­den dau­er­haft ho­he re­la­ti­ve Luft­feuch­tig­kei­ten (LF) und da­mit ver­bun­de­nes Schim­mel­ri­si­ko ver­mie­den.

Hydrosafe-Wert (70/1,5 -Regel)

Bauphase: Hydrosafe-Wert (70/1,5 -Regel)

Um Konstruktionen auch bei baubedingt erhöhter relativer Luftfeuchtigkeit vor Durchfeuchtung zu schützen, sollte eine Dampfbremse einen Hydrosafe-Wert von 1,5 m aufweisen.

Der Hydrosafe-Wert gibt an, wie dicht eine feuchtevariable Dampfbremse bei einer mittleren Feuchte von 70% noch ist. 70% mittlere Feuchte liegt z. B. an bei 90% Raumluftfeuchte und 50% Gefachfeuchte - anzutreffen beim Verlegen des Estrichs oder Verputzen der Wände.

Die Forderung nach sd > 1,5 m und < 2,5 m stammt aus der DIN 68800-2 und ist in der 70/1,5-Regel näher beschrieben.

INTELLO und INTESANA liegen bei 70 % rel. Luft­feuch­tig­keit mit ei­nem sd-Wert von ca. 2 m si­cher über den An­for­de­run­gen.

 

Qualitätssicherung

An­ders als bei der Bah­nen­ver­le­gung von in­nen ist die Qua­litäts­kon­trol­le mit dem Dif­fe­renz­druck­ver­fah­ren
(z. B. mit dem pro cli­ma WIN­CON) bei der Bah­nen­ver­le­gung von außen nur bei Über­druck möglich. Da­zu muss das Gebäudein­ne­re zusätz­lich mit ei­ner Ne­bel­ma­schi­ne ver­ne­belt wer­den. Auf der Außen­sei­te können dann die De­tails hin­sicht­lich der Luft­dicht­heit über­prüft wer­den. Die Bah­nen sind zu­vor aus­rei­chend me­cha­nisch zu si­chern. Ver­kle­bun­gen und An­schlüsse sind da­her mit be­son­de­rer Sorg­falt aus­zuführen.
Die de­tail­lier­te kon­struk­ti­ve Pla­nung, ins­be­son­de­re der An­schlüsse an Trau­fen und Gie­bel, so­wie de­ren Ausführung sind bei der Auf­dachdämmung be­son­ders wich­tig.

 

Hinweis

Bei Fra­gen zu Pla­nung und Kon­struk­ti­on kon­tak­tie­ren Sie bit­te die pro cli­ma Tech­nik-Hot­li­ne.

Tel. 0 62 02 - 27 82.45
Fax 0 62 02 - 27 82.51
E-Mail tech­nik@procli­ma.de